Lichtshow in die Küche

Bei uns in der Küche sah es immer wie Kraut und Rüben aus,“ erzählt Judith Hansen. „Es musste einfach mehr Stauraum her!“ Die Familie verabschiedete sich mutig von allen vorhandenen Schränken und plante alles neu. Heute ist die Küche ein täglicher Genuss mit vielen komfortablen Tricks. Toaster und Brotschneidemaschine gleiten aus einem Versteck in der Wand und der erhöhte Rand der Arbeitsplatte verhindert, dass Verschüttetes auf den Boden tropft. Optisch

fällt der Unterschied zur alten Küche noch viel gravierender aus. Doch der Reihe nach: Bevor es los-ging, wurde in der fünfköpfigen Familie aus Hamburg wie immer lebhaft debattiert. Damit sich alle in der neuen Küche wohlfühlen, durfte sich jeder etwas wünschen. Das Ergebnis war ein Unikat, eine total schräge Küche, die dank vieler Details extrem funktional ist. Und auch das Auge findet Ruhe: Die Unterschränke bilden keine U-Form mehr, sondern eine durchgehende Zeile, die sich konisch verjüngt, sodass sie unterschiedliche Tiefen hat. Die schrägen Unterschränke sehen dynamisch aus und liefern an den schmalen Stellen mehr Raumfläche und an den breiten mehr Stauraum (Korpus-tiefe: 60 cm bis 105 cm). Neben ihrer ungewöhnlichen Form punktet die Küche mit farbigen Akzenten: Mit einer signalroten Vorratssäule und mintgrünen Griffleisten setzten die Zwillinge Lena und Simon ihre jeweiligen Lieblingsfarben durch. Der rote Acryl-zylinder begeistert auch Nesthäkchen Miriam — auf dem Karussell in seinem Innern lässt sie nun juchzend Töpfe und Vorräte im Kreis herum sausen. Mutter Judith wünschte sich einen Fensterplatz für ihre geliebte Kaffeepause und bekam einen tollen Tresen aus Mineralwerkstoffplatten, der von innen leuchtet. „Der Rest geht auf meine Kappe, ich probiere eben gern Neues aus“, sagt Peter Hansen, der die ganze Küche selbst entwarf und viel versteckten Stauraum plante. Zwischen Arbeitsplatte und Decke setzte er 45 cm tiefe Schränke vor die Wand. Ihre strukturierten Acryltüren wirken ruhig wie eine Wandfläche — allein die Griffe verraten, dass es sich um Schränke handelt. Das freut Peter Hansen, und seine Augen leuchten noch heller, wenn er über Mineralwerkstoff spricht. Dieses Material ermöglicht Module aus einem Guss — also Formen, weit entfernt von Normkorpus und Sockel. „Flexibilität ist eben enorm wichtig —erst recht, wenn eine große Familie viel Platz braucht.“

Eine Wand voller Überraschungen Die unteren Acryltüren haben keine Scharniere, sie halten mit Magneten. So kann man sie komplett abnehmen und auf Schienen ins Schrankinnere schieben. Dieses geniale System spart Platz — und der Clou: Innen warten Mikrowelle und Co. auf herausziehbaren Borden auf ihren Einsatz Coole Verkleidung, Kaum wiederzuerkennen: Der Kühlschrank wurde samt seinem alten Holzgehäuse mit Aluwellblech verkleidet. Die zugeschnittenen Platten aufschrauben, vorher Ecken und Kanten mit Selbstklebefolie in Edelstahl-optik kaschieren. Zu großen Festen rollt das Kühlmobil auf seinem angefertigten Untergestell ins Wohnzimmer

 

Eine runde Sache In der Vorratssäule aus gebogenen Acrylplatten geht es rund: Sieben Drahtböden drehen Lebensmittel und Geschirr im Kreis. Gute Idee: Zwei Leuchtstoff-lampen erhellen das Innere des Zylinders Boxenstopp für den Servierwagen Das maßgefertigte Tresenmodul aus Mineral-werkstoff ist von drei Seiten nutzbar: als Arbeitsfläche, als Bar und als Garage für den Servierwagen. Öffnet sich die drehbare Winkeltür, rollt der flinke Helfer heraus. Die geschlossene Tür verbirgt Geschirr und Töpfe in Sekundenschnelle

Schublacienkomfort nttf allen Fhemen Extrabreite Griffleisten aus Acryl erleichtern es, die Systemschubladen zu bedienen. Zusatz-Komfort: Softstopp-funktion und Selbsteinzug kontrollieren den Lauf der Laden, sie federn Schwung ab und schließen selbsttätig. Innen sorgen Edelstahl-einsätze für Ordnung, und Tellerstapler fixieren das Geschirr

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